Wing Tsun Theorie – Begriffe

1. Formen

Siu Nim Taukleine Idee Form
Chum Kiusuchende Arme / Brückenbauende Arme
Bju Tse / Biu Tzestoßende Finger
Mok Lan ChongHolzpuppen Form
Look Dim Boom KwanLangstock
Bart Cham DaoDoppelmesser / Doppel Kurzschwerter
Chi Sao SektionenWingTsun-Sektionen / Partnerform

Dan Chi – Einarmiges Chi Sao
Lat Sao – Freier Kampf

2. Techniken

Tan SaoHandfläche oben Hand
Bong SaoSchwingenarm
Jum Saosinkender Ellebogen
Kau Saonach außen gestellter Bong Sao
Fook SaoBrückenarm
Jut SaoSchockhand
Lan SaoRiegelarm
Fak SaoHandkantenschlag
Chang SaoSpatenhand
Gaun Saoschneidender Arm
Gum Saolanger Brückenarm
Pak SaoHandflächenabwehr
Man SaoFühlende suchende Hände
Wu SaoSchützende Hand
Huen SaoZirkelhand
Sao ChongZurückziehende Hand
(auch Ellebogenstoß nach hinten)
Tut SaoBefreiende Arme
Lap Saogekreuzte Arme
Poon Saorollende Arme
Kwun Saorotierende Arme
Hau Gum SaoAbwehr nach unten
Lau Saoschöpfender Arm
Tie Saohebender Arm

Ein Erfolgreicher Prüfungstag

Am 28.10 fand in unserer EWTO eine erneute Prüfung statt. Diese war aufgrund der Masken sicherlich für alle ein wenig anstrengender als sonst, es haben sich aber trotzdem alle tapfer geschlagen und bestanden.

Gruppen Bild Prüfung

Wir gratulieren allen zur bestanden Prüfung
Euer WT-Team Oberhausen – euer Sifu Lutz Backhaus

Wing Tsun Theorie – Die Großen 7 Fähigkeiten – Irrglaube

1. Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Vorstellungskraft

Ein anderes Beispiel ist die Achtsamkeit oder Aufmerksamkeit. Prof. Dr. Horst Tiwald hat in seinem wegweisenden Werk „Psycho-Training im WingTsun, Taiji und Budo-Sport“ verschiedene Begriffe, die in dieses Feld fallen, differenziert. So unterscheiden wir die Aufmerksamkeit (abgelenkte oder fremdbestimmte Konzentration auf ein spezielles Detail) und die selbstbestimmte Achtsamkeit (die nicht bei einem bestimmten Objekt verharrt und damit andere Informationskanäle und Informationen vernachlässigt).
Hier ein Beispiel von vielen: Ich konzentriere mich voll auf meinen Gegner und bemerke nicht, dass sich ein weiterer Gegner von der Seite nähert.

weiteres zum Thema Achtsamkeit findet ihr hier:
https://wingtsunwelt.com/content/Achtsamkeit-•-Aufmerksamkeit-•-Ablenkung-–-was-es-zu-beachten-gilt

2. Gewandtheit, Beweglichkeit, Flexibilität

Ein weiterer Irrglaube ist, die Fähigkeiten zu sehr zu verallgemeinern. So gibt es Schüler, die bei Beweglichkeit oder Gewandtheit zu wenig WingTsun-spezifisch denken und glauben, sie können nun durch Üben des Spagats oder durch Yogaübungen die spezifische Flexibilität erlangen, die für WT benötigt wird. Dies trifft z.B. auch für die Balance zu.

Mehr zum dazu findet ihr hier:
https://wingtsunwelt.com/content/Move-your-Body-–-and-your-Mind-Beweglichkeit-im-WingTsun

3. Balance

„Balance-Übungen für Taekwondo und Judo sind auch das Richtige für WT.“

Sich z.B. auf spezielle Balancebretter zu stellen, reicht noch lange nicht aus, um die spezifische Balance für WingTsun zu erlangen. Die beste Übung für WingTsun ist das WingTsun-Kampfbewegen selbst. Ein Surflehrer hat bestimmt eine sehr gute Balance auf einem Surfbrett, wenn er aber von einem WingTsun-Lehrer geschubst wird, dann verliert er schnell sein Gleichgewicht. Im Gegenzug dazu kann ein WingTsun-Lehrer (leider) nicht automatisch surfen. Man sollte also vorwiegend das üben, was später wirklich benötigt wird. Alles andere kann dann, wenn man wirklich sehr viel Zeit hat, zusätzlich gemacht werden, aber nicht als Ersatz für die eigentliche Übung mit dem Partner.

Hier erfahrt ihr mehr über die Balance im WT-System:
https://wingtsunwelt.com/content/Gleichgewicht-gleich-Gleichgewicht-Balance-im-WingTsun

4. Körpereinheit

Muskelkraft wird im WT durch Körpereinheit ersetzt. Diese ermöglicht es auch Personen, die nicht besonders kräftig sind, den Gegner in einer Notsituation wirksam zu stoppen.

Mehr zum Thema Körpereinheit findet ihr hier:
https://wingtsunwelt.com/content/körpereinheit-–-der-einsatz-der-verborgenen-kraft

5. Wahrnehmung, Staffel der Sinne

Um perfekt mit unserem Gegner umgehen zu können, ist nicht nur eine gute Koordination – im Sinne von Körpereinheit – nötig, sondern auch eine möglichst zielgerichtete, sprich genaue, Wahrnehmung erforderlich: Wann und wo genau passiert etwas?

Hier erfahrt was man genau darunter versteht:
https://wingtsunwelt.com/content/Staffel-der-Sinne-–-die-Sinne-melden-aber-keiner-hört-hin

6. Timing und Distanzgefühl

Bewegungsschnelligkeit ersetzen wir in unserem spezifischen WingTsun durch Timing (und kurze Wege). Durch die Ökonomie des Bewegens ist die absolute Bewegungsschnelligkeit nicht die entscheidende Größe. Schnelligkeit ist außerdem altersabhängig, d.h. sie nimmt im Alter kontinuierlich ab. Wer sich also auf pure Schnelligkeit verlässt, ist irgendwann verlassen.

7. Kampfgeist

Kampfgeist benötigt man nicht nur im Kampf sondern auch beim Training.

mehr zum Thema Kampfgeist findet ihr hier:
https://wingtsunwelt.com/content/Die-Rolle-des-Kampfgeists-–-erst-siegen-dann-kämpfen

Quelle: https://wingtsunwelt.com/content/häufige-missverständnisse-über-„die-großen-7-fähigkeiten“

Wing Tsun Theorie – Die 4 Kampfprinzipien

1. Satz: Ist der Weg frei, geh vor!

Körperlich: Wir schieben unsere Arme vor, um Kontakt mit den angreifenden Armen des Aggressors aufzunehmen.

Verbal: Wir antworten dem Aggressor und schicken eine freundlich- selbstsichere Entgegnung an seine Adresse.

2. Satz: Ist der Weg versperrt, bleib kleben!

Körperlich: Wenn wir ihn nicht erreichen, weil wir auf seine größere Kraft treffen, ziehen wir unsere Arme nicht zurück, sondern bleiben „kleben“.

Verbal: Wenn unsere Antwort die Aggression nicht entschärfen kann, halten wir Sprachkontakt, damit die Situation nicht ins Körperliche eskaliert.

3. Satz: Ist die Kraft des Gegners zu groß, gib nach!

Körperlich: Wenn die Kraft des Angreifers unsere an einem Punkt übersteigt, geben wir nach, drücken uns von ihm weg und weichen ihm dadurch aus.

Verbal: Wenn seine Aggression andauert oder wächst, geben wir ihm einfach Recht, entschuldigen uns überschwenglich, aber auf keinen Fall ironisch:
„Sie haben völlig Recht, das war absolut idiotisch von mir, meine Mutter sagt auch immer: Fridolin, glotz die Leute nicht so an!“

Oder wir weichen aus, so dass sein Angriff ins Leere geht. Aber wir beantworten seine Beleidigung nicht mit einer Retourkutsche.

Wir gehen nicht gegen seine Beschimpfung an, denn im WT gehen wir nie gegen den Angriff des Gegners an. wir sind niemals gegen etwas, denn es lässt uns verkrampfen und erstarren, macht uns fixiert und bindet uns an den anderen. Wir blocken ihn nicht verbal, sondern lassen den verbalen Angriff einfach ins Leere gehen, indem wir ihn ignorieren, so tun, als ob er etwas Nettes gesagt hätte, oder indem wir eine paradoxe Antwort geben, die aber auch gar nichts mit seinem Spruch zu tun hat: „Haben Sie gewusst, dass die Bulgaren den Kopf schütteln, wenn sie Ja meinen?“
Mit der paradoxen Antwort erreichen wir den Zweck, den ich in „Angriff ist die beste Verteidigung“ mit dem Ankerwort („Deine Mutter, wann hat die Geburtstag?“) beabsichtigte: Wir haben den Kontrahenten verwirrt, sein Verstand muss nun Sinn in die Unsinnsfrage bringen und ist voll beschäftigt, da jeweils nur ein Gedanke zur Zeit gedacht werden kann. Diese Zeit und Verwirrung nutzen wir, um uns umzudrehen und ihn stehen zu lassen.

4. Satz Wenn der Gegner (sich) zurückzieht, folge!

Körperlich: siehe Überschrift

Verbal: Wenn der Gegner sich zurückzieht, weil er den Mut verloren oder vielleicht nur geblufft hat, können wir (wenn wir denn unbedingt wollen) nachsetzen und folgen, um vollends zum Gewinner zu werden.

Corona Regeln in unserer Schule – Update

Aufgrund der aktuellen steigenden Infektionszahlen möchten wir Euch bitten, ab sofort mit MNS in die Trainingsstätte zu kommen und auch diesen beim Kontakttraining weiter aufzulassen.


Haltet Euch auch weiterhin an die geltenden Hygienemaßnahmen, insbesondere das Hände waschen und desinfizieren.
Wir hoffen, dass wir mit diesen Maßnahmen den weiteren Trainingsbetrieb aufrecht erhalten können und bitten um Euer Verständnis.


Bleibt alle gesund!

Das Team der EWTO Kampfkunstakademie Oberhausen

Wing Tsun Theorie – die 4 Kraftprinzipien

Im WingTsun gibt es Prinzipien, die dazu dienen, es besser zu verstehen. Es gibt nur sehr wenige Kampfkünste, die über so umfangreiches theoretisches Wissen verfügen und dieses auch unterrichten.

1. Löse Dich von Deiner Kraft

Körperlich: Befreie Dich von Deiner eigenen Kraft, indem Du Dich (z.B. durch das Üben der Siu-Nim-Tau-Form) entspannen lernst, die sog. Antagonisten ausschalten übst.

Mental:
Befreie Dich von neurotischem, zwanghaften Denken und Sprechen.
Befreie Dich von der Herrschaft der (linken) verbalisierenden Gehirnhälfte.
Befreie Deine Sinne von Dumpfheit.
Befreie Dich von Deinem übermächtigen Ego, erkenne Dich als Teil des Universums, in das Du am Ende Deines Menschenlebens zurückkehren wirst.

2. Löse Dich von der Kraft des Gegners

Mental: Wenn Du Dich von Deinem Ego befreit hast, kann die verbale Aggression Dich weder provozieren, noch können Worte Dich in lähmende Angst versetzen.
Lass Dich nicht von der schlechten Laune des anderen anstecken, denn sonst gewinnt er Macht über Dich.
Lasse seine Worte nicht in Dich eindringen.
Überhöre seine Bemerkung, denn: „Sticks and stones will break my bones, but words can never hurt me.“ („Stock und Stein bricht mein Bein, aber Worte vom Wicht verletzen mich nicht.“)
Lasse Dich nicht darauf ein, auf kleinste Sticheleien zu reagieren. Ehe Du Dich versiehst, steckst Du mitten in einem handfesten Streit, weil ein Wort das andere nach sich zieht. Den Worten folgt der Gedanke und auf den Gedanken die Tat. Lohnt sich das Ganze? Nimm die Feindseligkeit nicht persönlich. Es hat nichts mit Dir zu tun. Gewinne Distanz, so dass die Aggression Dir nicht unter die Haut geht. Benutze dazu Atem-Techniken und Autosuggestion.

3. Verwende die Kraft des Gegners zu Deinem Vorteil. Lasse Dich durch seinen Angriff in Sicherheit drücken.

Mental: Wenn Dein Gegner droht: „Verpiss dich oder ich mach dich fertig!“, dann gehe doch einfach weg.
Wenn er sich aufbläst und wichtig macht: „Der Platz ist besetzt, hau ab!“ dann bedanke Dich: „Vielen Dank für den guten Rat, ich bin zum ersten Mal hier.“ Mehr Energie und Zeit kannst Du gar nicht sparen bzw. gewinnen

4. Ergänze die Kraft des Gegners durch Deine eigene Kraft.

Mental: Wenn der andere Dich beschimpft: „Kannst du nicht aufpassen, du Trottel!“, dann gib ihm nicht nur Recht, sondern haue selbstanklagend in dieselbe Kerbe und jammere theatralisch:
„Sie haben ja so Recht, ich bin ja sooo ungeschickt. Alles misslingt mir. Was ich anfasse, geht schief. Ich bin nur eine Belastung für meine Mitmenschen.“ Ich habe es schon erlebt, dass der andere plötzlich umschwenkt und mich in Schutz vor mir selbst nahm und knurrte: „Na ja, so schlimm ist es ja auch wieder nicht. Pass nächstes Mal besser auf.“

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